Blutwurst

Es gibt im SZ-Magazin diese Gewissenfragen-Rubrik. Ist es ok, wenn ich so oder so handele und so weiter.  Mit diesen Zeilen tue ich Digitalbuße, denn ich glaube: ich habe gesündigt. (Und da mein ganzes Geld auf der Sparkasse in Wanne-Eickel liegt und nicht in der Schweiz, kann ich von den Zinsen auch keine Buß-Stiftung gründen.) Und es begab sich so:

Ich war heute beim eclair-Festival in Stuttgart zum Konzertekucken. Ich wartete am Bahnhof auf die U-Bahn. Da schlenderte ein wirklich sehr berühmter Komponist an mir vorüber und schickte sich an, in die falsche U-Bahn einzusteigen. Da waren sie wieder, die beiden Engelchen auf meiner Schulter. Spach das blondgelockte: Ohhh, nono, Maitre – c’est komplett faut hier, vous prénez lieber mal le Metro quinze nach Stammheim… Sprach das feurige Engelchen: Hihihihi, macht immer voll auf Raum, aber findet den Weg nicht. Krrrrchchchchchch. Blutwürstende Rrrrrache für endlose Spektralsümpfe, in denen meine Ohren einsanken und sich kaum mehr befreien konnten.

Bisher ist noch kein Blitz neben mir eingeschlagen. Ich glaube, die Entscheidung war richtig.

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